Bildgebende Verfahren zur Früherkennung von Prostatakrebs
Der leider immmer noch weit verbreitete Einsatz der Computertomographie (CT) ist zum Nachweis eines PCa und evtl. Lymphknoten - Metastasen ungeeignet.
Prof. Dr. Butz nutzt die modernsten bildgebenden Verfahren zur zuverlässigen Diagnose von Prostatakrebs:
TRUS - Ultraschall (Transrektale 3D-Sonographie mit farbcodierter Power-Doppler-Technik)
Mit Sonographie-Sonden der neuesten Generation (ca. ab Anfang 2006) können die Prostata und anhängende Samenbläschen in 2 Ebenen simultan (Querschnitt und Längsschnitt) über den Enddarm schichtweise abgebildet werden. Krebsverdächtige Bezirke sind mit verbesserter Bildauflösung häufig erkennbar. Die zusätzliche farbkodierte Darstellung der Gefäßarchitektur der Prostata mittels Power-Doppler Technik kann die diagnostische Treffsicherheit erhöhen.
MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie)
Die MRT-Untersuchung (sog.Kernspin) ist eine strahlungsfreie Methode. Wegen der relativ hohen Kosten sollte sie erst nach nicht eindeutigen Sonographie-Befunden eingesetzt werden. Durch die zusätzliche Verwendung einer Magnetspule, die in den Enddarm eingeführt wird (Endorektalspule), können die Bildauflösung gesteigert und verdächtige Bezirke unter 5 mm Durchmesser abgebildet werden. Ein weiterer Vorteil der MRT ist die Darstellung der Lymphknoten in der Umgebung der Prostata (regionäre Lymphknoten), welche für die Stadien-Einteilung des P-Ca wichtig ist.
PET (Positronen-Emissions-Tomographie)
Die PET-Untersuchung erlaubt mit Hilfe einer Markierungssubstanz (Cholin) in Kombination mit der Computer-Tomographie eine hochempfindliche Darstellung des P-Ca und von Metastasen im Ganzkörperbereich. Wegen der sehr hohen Kosten sollte die PET erst bei Problemfällen (z.B. P-Ca Rezidiv) als Entscheidungshilfe für den Einsatz alternativer Therapieverfahren nach erfolgloser Ersttherapie (sog. second line Therapie) eingesetzt werden.